"Kunst ist für mich ein Lebensmotor."

 

Doris Oberschachtsiek thematisiert Körperformen.

Die Malerin Doris Oberschachtsiek abstrahiert anatomische Formen auf einfachste Grundformen. Sie zeigt den Menschen als Teil der Natur. So wird aus einem menschlichen Körper auch mal eine Landschaft. Die Malweise der Wahlwuppertalerin ist dabei schnell und pastos. Die haptisch wirkenden Bilder weisen auf ein weiteres wichtiges Thema ihrer Arbeit hin, den Kontrast von Licht und Schatten. Ihr Atelier hat die Künstlerin in den Königsberger Höfen in Wuppertal. Dort hat sie 2006 die Druckwerkstatt mitgegründet und war jahrelang im Vorstand der BBK (Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler) engagiert.

Bist du hier in Wuppertal geboren?  

 

Doris Oberschachtsiek: Nein, ich bin in Herford geboren, Herford bei Bielefeld. 

 

Aber du lebst und arbeitest schon eine ganze Weile in Wuppertal?  

 

Ja, genauer gesagt seit 1985. Ich bin also schon super lange in Wuppertal. Über die Hälfte meines Lebens. 

 

Und hier gefällt es dir auch?  

 

Ja. Zwischendurch wollte ich zwar mal weg, das war so 1999, da habe ich Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um weg zu kommen. Da kam mir die Stadt so eng vor. Aber dann bin ich wieder zurückgekommen. Ich hatte in Bonn schon eine Wohnung angemietet, aber bin gar nicht dort eingezogen (lacht). Denn das soziale Netz hier ist einfach gut. Ich habe hier eben mehr Freunde. Mittlerweile empfinde ich das hier auch als meine Heimatstadt. Und Wuppertal ist auch nicht so glatt und protzig. Es ist klein und schnuckelig und auch ein bisschen schräg. Pro Schlot ein Kirchturm. Die ganzen Fabrikgebäude, dazu das viele Grün, die Hügel ... Das ist schon meine Wahlstadt, das muss ich wirklich sagen.  

 

Wie bist du zur Kunst gekommen?  

 

Ich habe schon als Kind gemalt. Also eigentlich immer schon. Das war immer mein Ausdruck. Ich wollte natürlich freischaffende Künstlerin werden. Aber von zu Hause habe ich nicht viel Unterstützung bekommen. Meine Eltern hielten das halt für „brotlose Kunst“.   

 

Mit Anfang Dreißig habe ich mich dann nochmal auf eigene Faust an zwei Akademien beworben, in Düsseldorf und Münster. Ich bin aber nicht genommen worden. Der damalige Dozent in Münster, der meine Arbeiten durchschaute, das war Timm Ulrichs, sagte gleich: „Ja, dann sind sie ja schon fast so alt wie manche Dozenten hier ...“ Mit Dreißig wird die Mappe eben ganz gesondert durchgeschaut. Jedenfalls ist es dann nichts geworden. Aber ich habe mir gesagt, wenn ich an den Akademien nicht genommen werde, dann gehe ich halt meinen eigenen Weg.  

Bevor ich mich dort beworben habe, war ich auch eine kurze Weile in Bochum, da gibt es ein privates Institut für bildende Kunst und Kunsttherapie, IBKK. Und da habe ich mich eingeschrieben und auch angefangen. Aber das war viel zu verschult und zu eng. Das war nichts für mich. Ich wusste gleich, dass ich dort nicht richtig bin. Und so habe ich das dann abgebrochen. Danach habe ich bei verschiedenen Künstlern wie Ulle Hees und Luoke Chen im Atelier Kunstkurse belegt.

 

Ja, wie gesagt, es brannte immer in mir. Da brauche ich auch von Außen keinen Input. Und es war natürlich anfänglich mein Wunsch, mit Kunst meinen Lebensunterhalt zu verdienen oder doch zumindest nebenberuflich davon leben zu können. Seit 1999 bin ich auch im BKK, dem Berufsverband Bildender Künstler. Und seit 2007 war ich dort auch im Vorstand, bin aber letztes Jahr wieder zurückgetreten, weil mir das zu zeitintensiv wurde, neben der Arbeit. Und ich habe mich jetzt auch klar entschieden, Geld verdienen und Kunst zu schaffen voneinander zu trennen. Zuvor gab ich auch viele Malkurse und habe an dem Projekt „Kunst und Schule“ teilgenommen. In dieser Zeit habe ich eine ganze Weile hier im Gebäude in der BBK-Druckwerkstatt gearbeitet. Die haben wir 2006 gegründet. Dort habe ich mit Lithografie experimentiert und später mit Schablonendruck. 2010 habe ich einen Schnitt in der Malerei gemacht und Objekte gefertigt. Ich habe aber letztendlich gemerkt: Die Malerei ist es! Das ist das, was mich interessiert.  

 

Hier hängen einige Bilder, die erinnern an Fleisch, an Körperteile ... Ist das eines deiner Themen? 

 

Ja. Wenn man es umdreht ist es eine Lunge mit einem Stück Magen. Ich habe es gedreht, weil es mir so von der

Form her besser gefiel. Körperformen und Körper-fragmente sind meine Themen. Manchmal fast ins Land-

schaftliche übergehend und immer mehr abstrahierend. In dem Stil habe ich mal eine großformatige Serie mit Fußformen gemalt. Das ist aber auch schon länger her, 2001 oder 2002. Ich habe auch viel Aktzeichnen gemacht. Organformen finde ich auch interessant. Hier unten (Sie zeigt auf einige Bilder.) habe ich zum Beispiel mit Herzformen experimentiert. 

 

Hast du eine Lieblingsfarbe?  

 

Ich dachte mal, es wäre Rot. Rot finde ich schon sehr speziell. Aber eigentlich mag ich so ziemlich alle Farben. Natürlich habe ich meine Palette, aber die wechselt auch mal. Am Anfang war meine Palette mal in Gelb-Schwarz. Ich mag die Kombination der Farbtöne in allen Mischungen und Helligkeiten. Licht und Schatten ist mir wichtig. Aber diese Fleischfarben schleichen sich auch immer wieder ein. Blau habe ich jedoch eher selten in meinen Arbeiten.   

 

 




Wie viel Zeit verbringst du mit deiner Arbeit als Sozialpädagogin?   

 

Ja, ich habe Sozialpädagogik studiert und arbeite derzeit 30 Stunden die Woche. Bewusst nicht in Vollzeit, wegen der Kunst. Zur Zeit bin ich allerdings künstlerisch gar nicht auf Außendarstellung eingestellt. Ich habe das letzte Jahr wenig gemalt, höchstens auf Reisen gezeichnet und aquarelliert. Aber seit Anfang des Jahres habe ich wieder angefangen zu malen.    

 

Ich bin in einer Umbruchsituation. Ich weiß nicht, ob ich das Atelier auf Dauer halten kann. Zwar würde ich gerne regelmäßiger hier sein, aber bei der Arbeit in der Sozialpädagogik brauche ich mindestens einen Tag in der Woche um mich zu regenerieren. Die Trennung zwischen Kunst und „Geldverdienst“ wird bei mir immer stärker. Ich habe noch nicht einmal mehr Lust, Kunstkurse zu geben. Das hat wahrscheinlich auch mit dem Hauptjob zu tun. Das liegt an der kräftezehrenden, auf Kommunikation ausgerichteten Arbeit.  

 

Aber ist die Arbeit mit der Farbe nicht an sich schon ein guter Ausgleich und lässt einen zur Ruhe kommen?

 

Wäre jetzt auch so mein Wunsch ... Aber ich habe es anders erlebt, weil ich einen anderen Anspruch an die Malerei habe. Das hat für mich nichts Meditatives, sondern die Malerei ist eher spannend für mich. Wenn klar ist, was zu tun ist, dann ist das ein bisschen entspannter, aber oft ist es halt unklar und in der konzeptionellen Phase dann eher nicht so beruhigend. 


"Was mich immer wieder fasziniert ist Licht und Schatten."


 

Wie arbeitest du? Kommst du regelmäßig ins Atelier? Und wie entwickelst du neue Ideen?  

 

Ideen habe ich genügend, die stapeln sich schon hier in meinen Skizzenbüchern. Ich habe meist eine Ausgangsidee, lasse aber auch offen, wie sich das Bild dann entwickelt. Was mich immer wieder fasziniert ist „Licht und Schatten“. Ich teile das Bild zuerst in Flächen auf. So fange ich manchmal an, indem ich das Bild zuerst in Licht- und Schattenflächen aufbaue. Und dann kommt die eigentliche Arbeit. Ich möchte mich vom Prozess des Bildes immer wieder überraschen lassen. Ich habe Ideen und auch Skizzenbücher, in denen ich Farbpaletten sammele, mich allein von Farben inspirieren lasse. Ich sehe dann nur Farben … Ich weiß meist noch nicht, was ich dann damit mache. Das wächst so. Ich habe auch eine Sammlung an Körperformen, die ich skizziere und sammele. Zum Beispiel einen Baumstamm, der an Körperformen erinnert. Er sieht wie ein Torso aus. Ich habe viele Fotos und Zeichnungen davon gemacht.

 

Das sind auch so organische Formen. Eben Körperfragmente. Sowas kann ein Auslöser sein. Darauf greife ich dann auch immer wieder zurück. Also, Ideen und Anregungen habe ich eigentlich viel zu viel. Nur die Zeit, das Ganze umzusetzen, die fehlt mir dann. 

 

Wenn ich nicht arbeiten müsste, wäre ich viel öfter hier. Letztendlich müsste man sich viel mehr Zeit nehmen, sich ein Zeitfenster dafür freischaufeln, aber dazu kann ich mich im Moment nicht zwingen. Ich habe mich früher oftmals unter Druck gesetzt für Ausstellungen und ähnliches, aber das mache ich nicht mehr. Nein.  

 

Gibt es Ausstellungen, die dich inspiriert haben?  

 

Ja. Zum Beispiel in Königswinter im Foyer der damaligen Holding AG. Da habe ich zusammen mit zwei anderen Künstlerinnen ausgestellt, einer Malerin und einer Bildhauerin. Dort wurden drei Arbeiten von mir verkauft. Oder hier in der Kunsthalle in Barmen. Auch in der Schwarzbach-Galerie. Und ganz besonders im Bürger-Bahnhof in Vohwinkel, einer sehr schönen Location.  

 

Von der Druckwerkstatt aus haben wir 2015 und 2016 je einen Kalender gemacht, da wurden dann die Originale zu den Monatsseiten ausgestellt. Das waren atmosphärisch sehr schöne Ausstellungen. Da habe ich mich total wohl gefühlt.  

 

Bei der WOGA hast du auch teilgenommen?   

 

Ich war früher immer dabei. Zuletzt 2014. Davor hatte ich ein, zwei Jahre lang ausgesetzt. Aber das ist mir momentan nicht so wichtig, so wie meine Außendarstellung.

 

Ist es dir wichtig, Geld mit deiner Kunst zu verdienen?   

 

Früher wollte ich davon leben, den Anspruch habe ich aber mittlerweile nicht mehr. Später hatte ich den Wunsch, Kunst und Geldverdienen miteinander zu verbinden. Zum Beispiel durch Kunst-Kurse und -Projekte. Habe aber gemerkt, dass meine eigene künstlerische Arbeit dabei auf der Strecke bleibt. Dann habe ich entschieden, beides klar voneinander zu trennen. Mittlerweile muss ich mit der Kunst kein Geld mehr verdienen. Auch von dem Druck, eine große Öffentlichkeit mit meiner Kunst zu erreichen, habe ich mich verabschiedet.

 

Ich habe heute morgen etwas Schönes gelesen: „Es kommt im Leben nicht darauf an, etwas Großes zu leisten, sondern das, was man tut, mit Liebe zu machen.“  

 

Hast du ein neues Thema, was du gerne künstlerisch noch angehen möchtest?  

 

Wie gesagt, ich schaue, was die Entwicklung so bringt.  Das Thema „Hell und Dunkel“ oder „Licht und Schatten“ interessiert mich in den letzten Jahren sehr und besonders die Malerei mit Öl hat mich gepackt. Da hab ich mich vorher nie so dran getraut. Früher habe ich mehr mit Acryl gemalt. Danach habe ich Ei-Tempera selbst hergestellt. Aber Ölfarbe ist auch wirklich die Königin unter den Farben. Es trocknet langsamer und das Haptische, das Pastose, das ist toll. Bei Ölfarbe sieht man je nach Arbeitsweise immer noch den Duktus des Pinsels. Mit Ölfarbe ist es natürlich auch schwieriger spontan zu malen, weil es so langsam trocknet. Ich habe früher recht schnell gearbeitet, nicht unbedingt Actionpainting, aber ich habe die Farbschichten schon recht schnell aufgetragen, und mit Öl geht das halt nicht so gut.  

 

Wie gehst du morgens in den Tag hinein?  

 

Ich versuche es langsam …, aber mein Wecker geht ja manchmal schon um 5:30.  

 

Hast du noch Tage, wo es dich einfach packt? Wo du sagst, heute male ich nur?  

 

Früher habe ich versucht, jede freie Minute im Atelier zu verbringen. Aber wenn man regelmäßig arbeiten muss, holt einen die Realität irgendwann ein.

 


"Auf jeden Fall ist ein ganzes Stück Druck verschwunden, als ich mich entschieden habe, mit meiner Kunst kein Geld mehr verdienen zu müssen."


Denkst du manchmal, wenn du an einem bestimmten Punkt im Leben anders abgebogen wärst, hätte es mit der Künstlerkarriere besser geklappt?  

 

Das ist eine schwierige Frage. Vielleicht wenn ich doch nochmal Gas gegeben hätte, um zu studieren ... Letztendlich versuche ich mich, mit dem anzufreunden, was ist. Auf jeden Fall ist ein ganzes Stück Druck verschwunden, als ich mich entschieden habe, mit meiner Kunst kein Geld mehr verdienen zu müssen. Früher hätte ich völlig anders gedacht. Das ist eine ganz, ganz langsame Entwicklung gewesen. Der Druck liegt jetzt mehr im Geld-Verdienen.

 

Und wie sieht es mit der Zeit für Präsentationen und Ausstellungen aus? 

 

Ich gebe mir, wenn etwas wirklich gut geworden ist, auch die Zeit, das entsprechend zu präsentieren. Ich möchte nichts „Halbgares“ ausstellen. Ich habe früher mehr an Ausstellungen und entsprechenden Konstrukten und Konzepten festgehalten. Aber das Leben spielt manchmal anders und ich möchte im Hier und Jetzt auf das Leben reagieren, so wie ich bin.  

 

Hast du Vorbilder in der Malerei?  

 

Ich stehe absolut auf Per Kirkeby, einen dänischen Maler (*1938). Tony Cragg mit seinen Skulpturen finde ich auch sehr gut. Emil Schumacher (Deutscher Maler, *1912/†1999) war mal eine Zeit lang mein Lieblingskünstler. Und Maria Lassnig (Österreichische Medienkünstlerin, *1919/†2014) fand ich auch ziemlich gut.  

 

Hast du für die Zukunft noch eine Idee oder einen Wunsch? Zum Beispiel eine bestimmte Ausstellung?  

 

Ich sag es mal so: Wenn jetzt eine Galerie käme, die mich ausstellen wollte, würde ich, wenn es passt, sicherlich nicht nein sagen. Aber ich habe auch im Rahmen der Druckwerkstatt mit dem BBK im letzten Jahr an drei Ausstellungen teilgenommen, die gut waren. In diesem Jahr stellen wir zum Ende des Jahres 2016 in der „galerie#23“ in Velbert-Langenberg Druckgrafiken aus.   

 

Erstellst du dafür neue Druckgrafiken?  

 

Nein, aktuell mache ich keine Druckgrafiken.  





Hier hängt ein Bild von einer Landschaft. Ist das ein Berg?    

 

Das ist es irgendwie auch, ja, aber das ist letztendlich von einer Körperskizze inspiriert. Wenn man das so herum dreht, kann man das immer noch so ein bisschen sehen. Schultern, Rücken, Po ... Das habe ich ganz bewusst genommen, aber auch ganz bewusst gedreht.  

 

Von wann ist das Bild?  

 

Von 2008. Das ist jetzt auch ein bisschen älter. 



"Wirklich gute Arbeiten sind dauerhaft gut."


 Schließt man je mit seinen Werken ganz ab und sucht sich stets neue Themen?    

 

Ja und Nein. Wirklich gute Arbeiten sind dauerhaft gut. Wenn man das Gefühl hat, da ist irgendwas passiert oder gelungen. Das Bild hier ist zwar von 2008. Ich habe dazu jetzt sicher eine gewisse Distanz und würde es heute wieder anders malen. Aber dennoch kann ich mich heute noch damit identifizieren. Und das finde ich schön.

Doch es wäre schon gut, jemanden zu haben, der mit meinen Arbeiten, den alten und neuen, Ausstellungen macht. Wenn man einen Galeristen hätte, der einem etwas Arbeit abnimmt ... Denn sowohl das Marketing, als auch Ausstellungen durchführen und zu organisieren und natürlich die Malerei, das sind schon wieder drei Berufe, drei Fulltime-Jobs. 

 

Aber mit dem BBK ist man doch auch schon gut aufgestellt.  

 

Man könnte sich schon noch besser aufstellen. Aber es hat sich jetzt so entwickelt. Ich nehme da im Moment nur an Gruppenausstellungen teil. Um eigene Einzelausstellungen muss man sich eben auch richtig kümmern. Aber dazu fehlt neben der Arbeit die Zeit.

 

Ist Wuppertal ein guter Standort für Künstler?    

         

Wuppertal ist eben eine gute „Produktionsstätte“. Hier gibt es die günstigen Ateliers. Die ganzen vielen alten Fabrikgebäude. Aber für den Verkauf sind sicherlich andere Städte wie zum Beispiel Düsseldorf oder Köln besser geeignet.  

 

Es ist erschreckend, wie viele Künstler zwar ihre Werke gut verkaufen, aber dennoch nicht davon leben können. 

Ich habe früher auch in meiner Naivität mit Anfang Zwanzig gedacht, dass alle Künstler, die in Galerien hängen, von ihrer Kunst leben können. Aber das ist natürlich nicht so. Man sagt, das zwei bis fünf Prozent der Künstler gut von ihrer Kunst leben können. Gerhard Richter, Neo Rauch und so weiter ... Im BBK kann beispielsweise der Manfred Feddersen von seiner Kunst leben. Das ist der einzige, den ich da kenne, der das kann. 

 

Macht man Kunst, um Geld zu verdienen? 

 

Man macht es, weil es der Lebensmotor ist …  

 

Kunst ist also doch kein „normaler Job“ oder? 

 

Nein, das funktioniert schon anders. Ich habe das eine Zeit lang auch anders praktiziert. Ich habe nicht auf die große Eingebung gewartet oder so.  Ich habe oft mehrere Sachen parallel gehabt, an denen ich gearbeitet habe. Und ich habe immer geschaut, wo sich was entwickelt, wo etwas weiter geht. Aber bis man in den Flow kommt, das dauert und das ist oft auch erst Mal mit kleinen Widerständen verbunden. Du kommst ins Atelier, bist von dem, was du siehst, ernüchtert, und dann fängst du an und irgendwann kommt etwas dabei raus … oder auch nicht. Du hast was Bestimmtes vor und willst etwas machen und dann denkst du: Schauen wir mal, welchen Werdegang das nimmt. 

 

Das Schöne ist, es ist immer lebendig, es ist immer Ausdruck. Es ist wie eine Rücksprache, wie eine Beziehung. Es verändert sich ständig ... und genau diese Entwicklung finde ich einfach spannend. #

 

 

Zur Person

Doris Oberschachtsiek  - Jahrgang 1961  -  geb. in Herford   -  Mitglied im BBK  -  Studium freie Malerei an der Kunst- akademie Trier - Diplom-Sozialpädagogin, Schwerpunkt  Medienpädagogik - lebt und arbeitet seit 1985 in Wuppertal  

 

www.bbk-bergischland.de/obersch/start.htm


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gehypt und gestrandet - Interviewmagazin


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